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Warum Schokolade zum Valentinstag? Die Geschichte des 14. Februar

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Weiße Schokoladentafel mit Herzen und Himbeeren

Der Februar steht für Schnee und Skifahren – und für die Liebe, denn am 14. Februar feiern wir den Valentinstag, den Tag der Verliebten. Doch wie wurde der Valentinstag dazu? Dafür müssen wir ins 3. Jahrhundert n. Chr. zurückgehen. Damals führte Kaiser Claudius II., genannt Gothicus, ständig Krieg und brauchte viele junge Männer als Soldaten. Der Kaiser, der die Christen nicht mochte, soll die Ehe verboten haben, weil er meinte, verheiratete Männer seien keine guten Soldaten. Der Priester Valentin von Terni dagegen traute junge Paare heimlich nach christlichem Ritus. Sie ahnen, wie es weiterging: Der Kaiser ließ den Priester verhaften, schwer misshandeln und am 14. Februar (269 oder 270?) enthaupten.

Wie bei allen sehr alten Geschichten muss man Wahres von Erfundenem trennen – wichtig ist vor allem, den Tag zu genießen und dem Menschen, den man liebt, eine Freude zu machen. Zum Beispiel mit Schokolade. Aber warum gerade Schokolade? Weil sie Freude macht, ja – aber nicht nur: Schokolade spricht alle Sinne an (Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten), und der Genuss, den sie auslöst, ist dem Gefühl des Verliebtseins sehr ähnlich. Jeder hat eben seine eigenen Freuden!

Kakao, ein Aphrodisiakum?

Um den Kakao rankt sich seit Langem eine Legende: Er soll ein Aphrodisiakum sein. Ist das wirklich nur eine Legende?

Bei den Azteken war Kakao, „Xocolatl“ genannt, ein hoch angesehenes Getränk, das nur der Elite (Adligen und Priestern) zustand. Der aztekische Herrscher Moctezuma soll 50 Tassen davon getrunken haben, und da er viele Frauen hatte, entstand so die Verbindung zwischen Liebeskraft und Kakao. In jüngerer Zeit sollen auch Casanova und die Marquise de Pompadour Schokolade getrunken haben, bevor sie sich in wilde romantische Nächte stürzten. (Wie die Azteken ihn tranken, zeigt unser Xocolatl-Rezept.)

Man darf nicht vergessen, dass Schokolade bei ihrer Ankunft in Europa in Apotheken verkauft wurde, weil man ihr heilende Wirkungen wie einem Arzneimittel zuschrieb. Sie hatte auch einen anrüchigen Ruf: In einer Abhandlung über Hygiene aus dem 19. Jahrhundert schrieben die Ärzte É. Tourtelle und J. Hallé, Schokolade habe „die Fähigkeit, die sinnlichen Begierden zu wecken und die Freuden der Liebe anzuregen“.

Heute weiß die Wissenschaft, dass Kakao viele Wirkstoffe enthält, etwa Antioxidantien, Koffein und Phenylethylamin, das manchmal als „Liebesmolekül“ bezeichnet wird und mit Glücksgefühlen in Verbindung steht. Für eine echte aphrodisierende Wirkung bräuchte man allerdings riesige Mengen Kakao. Bleiben die Fantasie und der Genuss … Schokolade zu essen. Mehr dazu in Ist Schokolade gesund?

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