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Xocolatl-Rezept: die ursprüngliche Trinkschokolade der Azteken

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Zartbitterschokolade und Kakaopulver in einer Schale

Lange bevor Schokolade zur süßen Tafel wurde, tranken die Azteken sie kalt, bitter und kräftig gewürzt. Mit diesem Xocolatl-Rezept reisen Sie ein paar Jahrhunderte zurück – mehr über die Anfänge erfahren Sie in unserem Beitrag zur Geschichte der Schokolade.

Zutaten

  • 1 Liter Wasser
  • 100 g Kakaomasse (die pastenartige Masse aus gemahlenen Kakaobohnen mit ihrer Kakaobutter)
  • 8 g Achiote* (oder gemahlene Muskatnuss)
  • ¼ Vanilleschote
  • 10 g ganze Pfefferkörner
  • 4 g Chili (oder weniger, je nach Geschmack)

*Achiote (lateinisch Bixa orellana, auch Annatto genannt) stammt aus dem Amazonasgebiet, wo es als Farbstoff verwendet wird. Man nutzt es auch in der Kosmetik (als Sonnenschutz für die Haut) und in der Küche als Färbemittel und Gewürz. Essbar sind nur die Samen: Ihr angenehm süßes, fruchtiges und leicht bitteres Aroma erinnert an Muskatnuss. Wenn Sie keine Achiote-Samen finden, können Sie deshalb einfach Muskatnuss nehmen.

Bedenken Sie, dass diese Schokolade ganz anders schmeckt als die Schokolade, die wir heute kennen. Die Mischung enthält keinen Zucker – natürlich können Sie für einen milderen Geschmack welchen hinzufügen. Wir empfehlen Rohrzucker.

Zubereitung

  1. Die Kakaomasse in einer Schüssel mit dem Wasser verrühren. Die Mischung in einen Topf geben, zudecken und bei schwacher Hitze etwa 10 Minuten kochen lassen.
  2. Vanilleschote, Achiote oder Muskatnuss, Pfefferkörner und Chili hinzufügen und etwa 15 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.
  3. Die Schokolade vom Herd nehmen und aufschäumen: entweder mehrmals von einem Gefäß in ein anderes gießen (zum Beispiel von einer Karaffe in einen Topf) oder mit einem Schneebesen schlagen.
  4. Schlagen, bis sich ein schöner Schaum bildet, dann in Tassen füllen und servieren.

Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die kräftigen Aromen – und das Gefühl, ein paar Jahrhunderte in der Zeit zurückgereist zu sein. Für Kinder sind Chili und Pfeffer oft zu scharf: Schmecken Sie die Gewürze vor dem Servieren ab.

Guten Appetit!

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