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Kakaobohnen: vom Zahlungsmittel der Azteken zur „Speise der Götter“

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Eine geöffnete gelbe Kakaofrucht mit frischen Kakaobohnen

Wussten Sie, dass …?

Im 15. Jahrhundert waren Kakaobohnen so kostbar, dass die Azteken sie als Zahlungsmittel verwendeten. Wie heute hatte jede Ware ihren Preis: Ein Kaninchen kostete zum Beispiel 10 Kakaobohnen, ein Truthahn 40 und ein Sklave 100 Kakaobohnen!

Wussten Sie, dass der Kakaobaum wissenschaftlich Theobroma cacao L. heißt?

Das L. steht für Carl von Linné, den schwedischen Naturforscher, der die Grundlagen der modernen botanischen und zoologischen Nomenklatur legte (die zweiteiligen Namen von Pflanzen und Tieren). Er beschrieb mehr als 6.000 Pflanzen- und über 4.400 Tierarten. Er wurde so berühmt, dass als Kürzel für seinen Namen der Buchstabe „L.“ genügt – eine Ehre, die keinem anderen Wissenschaftler zuteilwurde!

Und was bedeutet „Theobroma“?

Auf Griechisch bedeutet theos Gott und broma Speise – der Name heißt also „Speise der Götter“. Das Wort Kakao wiederum geht auf cacahuatl aus dem Nahuatl zurück, einer Sprache der uto-aztekischen Sprachfamilie, die heute noch rund 1,5 Millionen Menschen indigener Herkunft in Mexiko sprechen.

Wie aus Kakaobohnen später die Schokolade wurde, erzählen wir in der Geschichte der Schokolade – und im Schokoladenmuseum in Prag.

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